Die erste Woche in Eenhana

Nachdem wir uns von der langen Reise ausgeruht hatten und unser Zuhause für das nächste Jahr begutachtet hatten (sehr schöne Wohnung!), lernten wir unsere Vorfreiwillige Jan und Eva endlich persönlich kennen. Mit den beiden ging es dann gleich zur Paulus Hamutenya Primary School, der Schule an welcher wir das nächste Jahr die Lehrer*innen beim Sportunterricht unterstützen werden. Wir wurden den Lehrern vorgestellt und schauten uns die Schule genauer an. Am Nachmittag trainierten Eva und Jeanine mit den Mädchenteams und Jan und ich stießen später hinzu. Anschließend spielten wir noch mit dem Männerteam ein Fußballspiel und dann war unser erster Tag in Eenhana auch schon vorbei.

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Das Stadion von Eenhana – unser täglicher Arbeitsplatz

Der Dienstagvormittag bestand größtenteils daraus, dass wir mit Yuri (unser Chef in Eenhana), Eva und Jan durch die Stadt fuhren und wichtige Menschen kennenlernten, wie beispielsweise den Sportverantwortlichen der Stadt. Danach begannen Jan und ich mit der Planung der von uns gegründeten Eenhana Youth Soccer League (Schulliga für Eenhana). Der Nachmittag verlief dann relativ entspannt, wir (Jan und ich) machten noch ein paar Besorgungen und duellierten uns im Gameshop bei der einen oder anderen Runde FIFA 17.

Und FIFA 17 bestimmte auch größtenteils den nächsten Tag, denn gegen Mittag startete dann das lang geplante FIFA-Turnier in der Schule. Nach der regen Beteiligung (20 Teilnehmer) ging das Turnier, nach gespielter Qualifikation und Viertelfinals, gegen Einbruch der Dunkelheit in die Pause. Tagsüber waren noch zwei ehemalige Freiwillige, Hanna und Merle, gekommen und so gab es mit allen Freiwilligen, den beiden und ein paar Freunden einen netten Pizzaabend mit einem kleinen FIFA-Turnier, was Jeanine und ich für uns entscheiden konnten.

Am Donnerstagmorgen ging es dann mit dem Kids-Turnier weiter. Das Finale wurde in einem hochemotionalen Elfmeterschießen entschieden. Als wir zuhause ankamen, wartete eine große Überraschung auf uns – vor unserer Wohnung stand der sehnlich erwartete Spiegel! Am Nachmittag ging es dann in den Park von Eenhana wo die Lehrer eine Farewell-Party für Jan und Eva geplant hatten. Wir halfen bei der Zubereitung von Tomaten-Zwiebel-Salat und unterhielten uns nett mit den Lehrern. Bald war auch das traditionelle Braai-Fleisch fertig. Besonders lecker fand ich die Boerewors (Afrikaans für Bauernwurst, eine zur Schnecke gerollte Bratwurst). Das leckere Essen, die netten Menschen und tollen Gespräche ließen den Nachmittag/Abend schneller vergehen als einem lieb war.

Der Freitagmorgen startete, bedingt durch die lange Feier am Vorabend, ein wenig später. Wir gingen zur Schule, an der gerade alle Kinder ihre Zeugnisse für den „term“ erhielten (In Namibia ist ein Schuljahr in drei „terms“ unterteilt). Als sich die Kinder in ihre wohlverdienten Ferien verabschiedet hatten, setzten Jan und ich unsere Arbeit an der Liga fort und erstellten Vorlagen für die Spielerpässe und Teamregistrierung. Hierbei möchte ich nochmal auf mein Spendenkonto hinweisen. Spenden würden helfen, dass die Liga einen erfolgreichen Start hat und sich kontinuierlich entwickeln kann. Mit diesem Spendenformular kann gespendet werden.

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Das Logo der Liga

Nach getaner Arbeit trafen wir nachmittags dann Frederick, den Galz and Goals Koordinator für Eenhana (Galz and Girls ist ein Fußballprojekt für Mädchen). Am Abend stand dann die Fahrt zu einer Hochzeit, auf die wir von unserem Vermieter eingeladen wurden, an. Nach 40 minütiger Fahrt kamen wir im Village an. In Namibia wird, bei einer traditionellen Hochzeit, ein Tag der Braut und ein Tag dem Bräutigam gewidmet. Wir waren im Village der Braut, leider lernten wir sie, bedingt durch unsere späte Ankunft, nicht kennen. Dafür gab es sehr leckeres Essen und Trinken! Gegen elf fuhren wir dann mit vollen Bäuchen zurück nachhause und konnten während der Fahrt den atemberaubenden Sternenhimmel + Milchstraße bestaunen.

Am Samstag stand das die große Abschiedsparty für Eva, Jan und Denise (eine Rote Kreuz Freiwilige) an. Doch am Vormittag waren Jeanine und ich erstmal mit Putzen beschäftigt. Denn in Eenhana ist der Sand überall, daher muss jede Woche mindestens einmal gekehrt und gewischt werden. Nachdem unsere Wohnung wieder in neuem Glanz erstrahlte, begann auch schon die Vorbereitung für die Feier. Mit dem Fleisch, Salaten und Getränken im Gepäck fuhren wir zum Park und bereiteten das Braai vor. Dieses begann dann so gegen 15 Uhr und nach und nach kamen immer mehr Freunde von den Eva, Jan und Jeanine. Wir verbrachten echt ein schönen Nachmittag/Abend mit leckerem Essen, vielen neuen Bekanntschaften und tollen Gesprächen. Den Abend ließen wir dann in dem örtlichen Club (eher eine Bar) ausklingen.

Der Sonntag verlief dementsprechend entspannt, da wir lange ausschliefen und sonst auch nicht viel machen mussten. Es war unser letzter Tag mit Eva und Jan, welche mir schon in der kurzen Zeit sehr ans Herzen gewachsen sind, da sie uns so nett und offen empfangen haben und uns in der ersten Woche so hilfsbereit zur Seite standen! Jetzt bin ich auf die nächste Woche gespannt, denn dann sind Jeanine und ich auf uns selbst gestellt.

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